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Zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus – Geschichtsexkursion ins Konzentrationslager Natzweiler-Struthof

Die zehnten Klassen der Realschule Gernsbach wurden letzten und vorletzten Montag von ihren Geschichtslehrern Michael Hack, Katrin Bach, Victoria Seiler und Eva-Maria Merk durch das ehemalige Konzentrationslager Natzweiler-Struthof geführt, um mehr über die unmenschlichen Zustände in den Konzentrationslagern zu erfahren und der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken.

Ursprünglich war der Ort, wo später das Konzentrationslager erbaut wurde, ein Ski- und Erholungsgebiet für die Bewohner aus dem nahegelegenen Straßburg. Nachdem der SS-Ingenieur Blumberg in der Nähe dieses Gebietes große Vorkommen an rosa Granit entdeckt hatte, entschieden die Nationalsozialisten an diesem Ort im damals besetzten Elsass ein Konzentrationslager zu errichten. Auf 800 Metern Höhe mussten die ersten Häftlinge das Lager selbst erbauen. Es diente vor allem als Arbeitslager, allerdings wurden bis 1944 auch zahlreiche medizinische Experimente durchgeführt. Man geht davon aus, dass allein im besichtigten Hauptlager ca.17000 Menschen aus verschiedensten Gründen inhaftiert waren, von denen mehrere tausend umgekommen sind.

Heute dient das ehemalige Lager als Gedenkstätte. Niemals soll vergessen werden, welche Gräueltaten hier geschehen sind. Dies setzten sich auch die Geschichtslehrer der Realschule zum Ziel. Deshalb hielten sie bei eisiger Kälte und schneidendem Wind an verschiedenen Stationen des Lagers, zum Beispiel an den ehemaligen Baracken, dem Appellplatz, dem Bunker oder auch dem Krematorium. Sie versuchten durch Informationen und Quellentexte näher zu bringen, was sich an diesem Ort Undenkbares abgespielt hat. Fassungslosigkeit, Unverständnis und Betroffenheit für das Geschehene waren ständiger Begleiter der Exkursion, vor allem beim Besuch des Krematoriums und der Begegnung mit den dort stattgefundenen Menschenexperimenten.

 

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